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LL. M.-Studium

Wenn Sie eine Partnerschaft in unserer Kanzlei anstreben, bieten wir Ihnen Unterstützung bei der Weiterqualifizierung an – zum Beispiel im Rahmen eines LL.M.-Studiums in einem angelsächsischen Land.

Perfektes Englisch, Verständnis für die angelsächsischen Rechtsordnungen und die Fähigkeit der Dokumentation in Englisch bilden heutzutage unverzichtbare Bestandteile unseres Handwerks. Sie sind deshalb Voraussetzung für die Aufnahme als Partner in unserer Sozietät. 

Wir unterstützen Sie aktiv bei der Planung und stellen Sie für die Studienzeit frei. Sie können jederzeit unsere Bibliothek und IT-Infrastruktur für Recherchezwecke nutzen.

Erfahrungsbericht: Mirjam Vögeli

Mirjam Vögeli, Senior Associate, Team Corporate Commercial

LL.M.-Studium und anschliessendes Secondment bei Wong Partnership LLP in Singapur

 

Nachdem ich über drei Jahre bei NKF zunächst als Substitutin und später als Anwältin gearbeitet hatte, nahm ich das Abenteuer "LL.M. in Singapur" in Angriff. Ein LL.M.-Studium in Singapur scheint vordergründig eine etwas exotische Wahl zu sein. Aus folgenden drei Gründen wollte ich aber unbedingt meinen LL.M. im Stadtstaat an der National University of Singapore, der NUS, absolvieren:

Primäres Ziel war es, mit dem LL.M.-Studium meinen juristischen Horizont zu erweitern und einen Einblick in das in der globalisierten Welt stark an Einfluss zunehmende Rechtssystem des angelsächsischen Common Laws zu erhalten. Als einstige britische Kronkolonie ist Singapur ein common law country und das singapurische Recht ist noch heute stark vom englischen Recht geprägt.

Ausserdem habe ich während meiner Arbeit bei NKF realisiert, dass asiatische Märkte in der globalen Wirtschaft stark an Relevanz gewinnen und daher grosses Potential für die Zukunft bergen. Meine Wahl fiel auf Singapur, das als Tor zu den asiatischen Wirtschaftsmärkten gilt und ein weltweit bedeutendes Finanz-, Industrie- und Handelszentrum geworden ist.

Schliesslich fasziniert von der Tatsache, dass Singapur ein Schmelztiegel verschiedener asiatischer Kulturen darstellt, erhoffte ich mir auch wertvolle kulturelle Erfahrungen zu sammeln.

NKF hat mich bei meinem Entscheid, den LL.M. in Singapur zu absolvieren, von Anfang an nach Kräften unterstützt, angefangen mit der Ausstellung eines Empfehlungsschreibens (zusätzlich zu den erforderlichen akademischen Empfehlungsschreiben) und weiter bei administrativen Fragen. Ausserdem ermöglichte mir die Kanzlei einen flexiblen Aus- und Wiedereinstieg. Dies hat vieles erleichtert.

Nach meiner Ankunft hat mich das pulsierende Leben in Singapur sofort in seinen Bann gezogen. Es war eindrücklich, die kosmopolitische Dynamik kombiniert mit einer Mischung aus westlichen und östlichen Kulturen zu erleben. Zu Beginn etwas schwierig war die Gewöhnung an die besonderen Klimabedingungen. Während in der Universität die Räume auf 18 Grad herunter gekühlt wurden, herrschte draussen feuchtheisses Klima, und ich war jeweils froh, mich in den Unterrichtspausen im Freien kurz aufwärmen zu können.

Aufgrund des Toprankings der NUS in Asien zieht die Universität nicht nur Studenten sondern auch hochkarätige Professoren aus der ganzen Welt an. Eine sehr internationale Atmosphäre auf hohem Niveau durchdrang daher den ganzen Campus. Dies führte nicht nur während des Unterrichts zu interessanten Debatten. Auch ausserhalb der Vorlesungen ergaben sich viele inspirierende Diskussionen über die Rechtssysteme und vor allem die verschiedenen moralischen und kulturellen Werte in den asiatischen Ländern. Für mich insbesondere spannend zu erfahren, war die Sicht aus Asien auf den europäischen Kontinent und vor allem auf die Schweiz.

Das Konzept der Universität sah vor, über zwei Semester total zehn Fächer zu belegen und mit Prüfungen abzuschliessen. Somit war es möglich, eine breite Palette von Rechtsgebieten abzudecken. Das kam mir sehr entgegen, denn ich konnte einerseits vor allem meine Spezialgebiete weiter vertiefen und andererseits blieb auch Raum für Fächer, welche mich generell interessierten und mir den allgemeinen juristischen und auch kulturellen Horizont erweiterten.

Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen an der NUS hat mir NKF ermöglicht, während einiger Wochen bei einer der renommiertesten singapurischen Anwaltskanzleien, Wong Partnership LLP, als Foreign Associate zu arbeiten. In Singapur und weiteren Niederlassungen im südostasiatischen Raum arbeiten dort über 290 Anwälte. Mir imponierten nicht nur die Büroräumlichkeiten hoch oben im 27. bis 29. Stock eines neu erbauten Wolkenkratzers mitten im Financial Center mit atemberaubender Aussicht. Ich war auch beeindruckt von der Professionalität, der absoluten Kundenorientiertheit und vor allem von der asiatisch geprägten Strebsamkeit.

Meine Zeit als Foreign Associate wurde so zu einem weiteren Höhepunkt meines Auslandaufenthalts in Singapur und bot mir die perfekte Gelegenheit, meine an der NUS theoretisch erworbenen Kenntnisse in der Praxis weiter zu vertiefen und mein Netzwerk zu erweitern. Der Einblick in ein asiatisch geprägtes Arbeitsumfeld erwies sich auch für meine Arbeit als Anwältin in Zürich in einer grossen international ausgerichteten Anwaltskanzlei wie NKF als sehr nützlich. Insbesondere habe ich nun ein viel besseres Verständnis für die Erwartungen und Bedürfnisse von Kunden und Anwälten aus anderen Jurisdiktionen, speziell solchen aus Asien.

Das LL.M.-Studium sowie die Arbeit bei Wong Partnership LLP in Singapur hat mir nicht nur beruflich, sondern auch persönlich extrem viel gebracht. Derartige einmalige Erfahrungen kann ich jedem jungen Anwalt bzw. jeder jungen Anwältin nur wärmstens empfehlen!

Erfahrungsbericht: Johanna Mösch

Johanna Mösch, Associate, Team Corporate / Mergers and Acquisitions

LL.M.-Studium in Peking

 

Nach zweijähriger Tätigkeit als Rechtsanwältin bei NKF entschied ich mich, für ein Jahr einen Master im Chinesischen Recht (LL.M.) in Peking an der renommierten Tsinghua University zu absolvieren. Ich erhoffte mir vom LL.M., neben der Erfahrung, ein Jahr in einem anderen Kulturkreis leben zu können, auch mehr Klarheit zu finden, in welchem Rechtsbereich ich mich fortan spezialisieren möchte. Bis zum Beginn des Studiums in Peking nutzte ich das Angebot von NKF, mich nicht sofort spezialisieren zu müssen und in verschiedenen Teams gleichzeitig arbeiten zu können. Circa neun Monate vor Beginn des LL.M.-Studiengangs in Peking holte ich die Dokumente für die Bewerbung zum Studiengang ein und absolvierte die verlangte Englischprüfung (TOEFL).

Im Sommer 2013 konnte es dann endlich losgehen. Nicht alle LL.M.-Studiengänge fangen zur gleichen Zeit an. Der Studiengang an der Tsinghua University beginnt jeweils Ende August und dauert bis Ende Juni. Ich wurde von NKF für die Dauer des LL.M. Studiengangs beurlaubt. Die Klasse bestand aus rund 25 Studierenden aus verschiedenen Teilen der Welt (hauptsächlich USA, Australien und Studierende aus Hongkong mit Britisch-Chinesischer Staatsangehörigkeit). Der Studiengang war weitaus intensiver als ich ihn mir vorgestellt hatte. Es besteht aber – zumindest in diesem LL.M. Programm – auch eine gewisse Eigenverantwortlichkeit, wieviel man in diesem Jahr fachlich lernen möchte. Partizipierte man aber am Unterricht und las die meisten der aufgegebenen Fall-Studien und Aufsätze, war man reichlich beschäftigt und konnte in diesem Jahr tatsächlich einen guten Einblick in diverse Bereiche des Chinesischen Rechts gewinnen. In vielen Fächern musste man rechtsvergleichende Aufsätze zu verschiedenen Rechtskonstrukten verfassen. Da kam mir NKF sehr entgegen, indem die Kanzlei mir bei Bedarf jederzeit einen Swisslex-Zugang zur Verfügung stellte.

Während des Jahres wohnte ich auf dem Campus der Universität. So war es auch einfach, Kontakt mit chinesischen Studenten zu knüpfen, woraus sich einige gute Freundschaften ergeben haben. Für einen Ausländer ist das Leben auf dem Campus jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Zum Beispiel hatte man jeweils nur zwei Mal am Tag für eine gewisse Zeit warmes Wasser zum duschen, zudem wird die Heizung vom Staat reguliert, der ein fixes Datum im Herbst und im Frühjahr festlegt, an dem die Heizung ein- resp. ausgeschaltet wird. Im Herbst war es einige Zeit recht kalt in den Räumlichkeiten bis endlich die Heizung angeschaltet wurde. War die Heizung dann aber an, stellte man im Haus sogleich auf T-Shirt und kurze Hosen um, wo man Tage zuvor noch in der Jacke gefroren hatte.

Da es in den Studentenzimmern auf dem Campus keine Kochmöglichkeit gibt, musste man jeweils in der Mensa essen. Ich brauchte etwas Zeit, bis ich mich an das chinesische Essen gewöhnt hatte. Kommt man am Morgen in die Mensa, hört man schon laute, schlürfende Geräusche und es riecht intensiv nach warmen, salzigen Speisen. Die meisten chinesischen Studenten assen zum Frühstück Suppe mit Nudeln, da gilt es nicht als unhöflich, dazu zu schlürfen. Das einzige Besteck, das man in der Mensa erhält, sind grüne Plastikstäbchen. Ich merkte bald, dass es kaum möglich ist, die Nudelsuppe mit den Stäbchen völlig lautlos zu verzehren. Ein westliches Frühstück mit knusprigen Brötchen, Marmelade, Cornflakes … gibt es nicht.

Obwohl ich das LL.M. nicht in einem englischsprachigen Gebiet absolvierte, half es mir dennoch sehr, mein Englisch weiter zu verbessern. Nicht nur die Unterrichtssprache war Englisch (und einige Professoren, die mich unterrichteten, waren Amerikaner), sondern auch sehr viele meiner Mitstudierenden waren englischer Muttersprache. In der Freizeit unternahmen wir viel gemeinsam und so verbrachte ich neben dem Unterricht auch einen grossen Teil meiner Freizeit mit Native Speakers. Das Erlernen der chinesischen Sprache kann auch als ergänzender Kurs gewählt werden. Möchte man während des Jahres aber möglichst viel Chinesisch lernen, empfiehlt es sich, zusätzlich einen Privatlehrer zu nehmen. Es gibt viele chinesische Studenten, die Englisch studieren und die Ausbildung zum Chinesischlehrer für Ausländer machen und einen für wenig Geld unterrichten. Lernt man sie besser kennen, erfährt man von ihnen auch interessante Dinge über die chinesische Kultur, und es können sich gute Freundschaften ergeben.

Die Zeit in China war nicht immer einfach, aber sie war eine Erfahrung, die ich keinesfalls missen möchte. Es haben sich sehr viele gute Freundschaften gebildet und die Erfahrung, sich auch in völlig ungewohnten Situationen zurechtfinden zu können.

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